Habitat Pandemic Version – Kammerspiele München

Eine Performance von Doris Uhlich mit Münchner*innen
Choreographie: Doris Uhlich

„Habitat / München” sprengt gängige Vorstellungen von Körper, Tanz und Nacktheit! Die Choreografin Doris Uhlich entwickelt ihre Grundidee eines gemeinsam bewohnten, gemeinsam betanzten Raumes weiter und wird mit einer Gruppe Münchner*innen ein Experiment der Distanzierung durchführen. Der utopische Ort, an dem sich Körper furchtlos begegnen, Haut auf Haut schwitzend berühren, gemeinsam atmen, scheint angesicht der aktuell kursierenden Pandemie Lichtjahre entfernt zu sein. Sie untersucht die Sehnsucht nach unmöglichen Kontakten und entfaltet allen Widerständen zum Trotz ein utopisches „Habitat“, einen geteilten Raum der Vielfalt, in dem unsere nackten Körper zu Techno Beats schwingen.

Doris Uhlich stellt mit ihren Arbeiten gängige Formate und Körperbilder in Frage: Sie zeigt die Potenziale von Nacktheit jenseits von Ideologie und Provokation, untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Maschine oder setzt sich mit der Zukunft des Körpers im Zeitalter chirurgischer und genetischer Perfektionierung auseinander. Mit ihrem Stück Every Body Electric tourt sie weltweit (u. a. Tanz Biennale Venedig, Bienal Sesc de Dança São Paulo).

Habitat / München: Eine Produktion der Münchner Kammerspiele in Kooperation mit insert Tanz und Performance GmbH. Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien.

Projektpartner der Habitat-Serie sind donaufestival / Krems, ImPulsTanz / Wien in Kooperation mit Wiener Secession, Tanzquartier Wien.

Preise: 25 / 15 Euro
Ab 16 Jahren

Aufführungen
Premiere 09/10,
10/10, 11/10, 13/10, 15/10, 16/10, 18/10

Für November wird der Ticketverkauf erst ab Anfang Oktober freigeschaltet.
26/11, 27/11 & 28/11/2020
Habitat Pandemic Version / MünchenMünchner Kammerspiele

www.dorisuhlich.at

Doris Uhlich entwickelt seit 2006 eigene Projekte. Im Werk der Choreografin steht oft die Beschäftigung mit Alltagsgesten oder auch, wie in SPITZE (2008) oder Come Back (2012), mit künstlichen Gesten – in diesen Fällen dem strikten Bewegungscode des klassischen Balletts – im Zentrum. Ihre Performances sind oft Auseinandersetzungen mit Schönheitsidealen und Körpernormen – so z. B. mehr als genug (2009). Seit ihrem Stück more than naked (2013) beschäftigt sich Doris Uhlich in ihren Arbeiten zudem mit der Darstellung von Nacktheit jenseits von Ideologie und Provokation.
Dabei nimmt Musik – besonders elektronische Tanzmusik von New Wave bis Techno – eine wichtige Rolle ein. Mit Habitat bespielte sie mit einem ravenden nackten Ensemble die Dominikanerkirche in Krems und die Fassade der Wiener Secession. Für die Performance Ravemachine (2016) hat Doris Uhlich gemeinsam mit dem Tänzer Michael Turinsky den Nestroy-Spezialpreis für „Inklusion auf Augenhöhe“ gewonnen. Die 2018 im Tanzquartier Wien uraufgeführte Produktion Every Body Electric war 2019 u. a. zur Tanzbiennale in Venedig und zur Bienal Sesc de Dança in São Paulo eingeladen.

No comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.